Tausend Fragen an mich selbst #1

Tausend Fragen an mich selbst

 

Das erste Mal bin ich bei Angeltearz liest auf diesen Tag gestoßen. Aber ich muss zugeben, dass ich ein wenig zwiegespalten bin, inwieweit ich wirklich etwas von mir im Internet preisgeben möchte. Allerdings habe ich ja jederzeit die Möglichkeit – nach eigenem Ermessen – Fragen beziehungsweise Antworten auszusetzen. Ich bin mir auch nicht sicher, in welchen Rhythmus ich die Beiträge veröffentlichen möchte. Eventuell werde ich vorerst 2-3 mal die Woche was posten um erst einmal aufzuholen. Später werde ich es dann immer mehr reduzieren.
Ursprünglich kommt die Idee dieser Tag-Serie, beziehungsweise Challenge wie die Gründerin es selber nennt, von Pink-e-pank. Sie selber hat die Fragen aus einem Booklet was dem Flow (?) Magazin beilag. Johanna befindet sich auf einer Art Suche nach sich selbst. Sie verwendet dabei Begriffe wie Selbstfindung und Selbstfürsorge.
Ganz klar ist mir auch noch nicht, wie ich das mit der Verlinkung/Verbreitung handhaben werde. Wie öffentlich möchte ich mein Leben präsentieren?

 

Fragen 0001 – 0020

 

0001 – Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?
Anfang Juni war ich beim Friseur und habe mir einen richtigen Kurzhaarschnitt verpassen lassen. Durch meine Gewichtsabnahme habe ich viele „Federn“ gelassen und lange Haare sahen dadurch nicht mehr schön aus. Dazu kamen dann die vielen, nachgewachsenen, kurzen Haare die dann vom Kopf abstanden. Ich vermisse die langen Haare kein bisschen und fühle mich mit den kurzen Haaren viel hübscher.

0002 – Mit wem verstehst du dich am besten?
Mit meinem Herrn Doe. Es klingt total abgedroschen, aber er ist mein Soulmate. Wir verstehen uns auch ohne viele Worte und ergänzen uns perfekt.

0003 – Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?
Damit alles perfekt machen zu wollen. Obwohl ich mir dieser Schwäche absolut bewusst bin, verfalle ich oft in alte Muster und setze mich damit selber unter Druck.

0004 – Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Ich bin nicht so der Typ fürs laute Lachen und schmunzele eher. Hat für mich auch etwas mit Kontrollverlust zu tun, der hier wohl noch oft von mir thematisiert werden wird. Auch bei Anderen ist mir zu lautes, aufdringliches Lachen sehr unangenehm.

0005 – Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
Und wie. Leider bin ich sehr nah am Wasser gebaut. Besonders kurz vor – beziehungsweise – während meiner Erdbeerwoche. Da benötigt es nur eine traurige Nachricht im Radio/Fernsehen/Internet. Mir ist dieser Kontrollverlust beziehungsweise das Zeigen von Gefühlen unendlich peinlich. Zum Beispiel: In einer Serie/Film ist eine Szene – muss noch nicht mal traurig sein, bildgewaltig reicht schon – die mich bewegt, schon fließen die Tränen. Oft merkt mein John Doe das und hat das Bedürfnis mich zu trösten. Das macht es aber noch schlimmer und jedes Mal bitte ich ihn, meinen Gefühlsausbruch nicht weiter zu beachten. Ich möchte ungern verletzlich wirken.

0006 – Woraus besteht dein Frühstück?
In der Woche meist nur einen Becher Hüttenkäse. Am Wochenende wird dann gemeinsam gefrühstückt und es kommen noch 1-2 Scheiben dunkles Brot mit Marmelade und gelegentlich ein Hühnerei hinzu.

0007 – Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
Meinen Mann. Obwohl wir schon über 15 Jahre ein Paar sind, küssen wir uns immer noch mehrmals am Tag.

0008 – In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?
Wir haben beide ein Problem damit, Gefühle zu zeigen. Von außen wirken wir sehr gefühlskalt. Dazu kommt, dass wir kein Blatt vor den Mund nehmen und diese Direktheit kann andere leicht verletzen. Im Gegensatz zu meiner Mutter kämpfe ich allerdings dagegen an und versuche diplomatischer zu sein.

0009 – Was machst du morgens als erstes?
Ich schnappe mir unseren Chihuahua – der bei uns im Bett schlafen darf – gehe zu meinem Mann (er ist grundsätzlich früher wach als ich) drücke ihm den Hund in den Arm damit er ihn rauslassen kann und suche dann flott die Toilette auf. Danach folgt das morgendliche Wiegen.

0010 – Kannst du gut vorlesen?
Wenn es nur um fehlerfreies und deutliches Vorlesen geht: Ja, kann ich. Wenn es darum geht mit Artikulation für Kinder vorzulesen, muss ich leider passen.

0011 – Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
Kann ich gar nicht genau bestimmen. Bedeutet wohl, dass die Entwöhnung sehr schleichend kam. Zumindest kann ich mich an keinen Schockmoment erinnern.

0012 – Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?
Ich bin sehr genügsam und pragmatisch, daher weiß ich auf diese Frage keine Antwort. Gekauft wird nur was gebraucht wird.

0013 – Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Ich wäre gerne zugänglicher. Leider ist es so, dass ich erst einmal das negative in Menschen suche und leider auch finde. Ich bin so misstrauisch, dass ich somit meinen Mitmenschen kaum eine Chance gebe. Hätte ich meinen Partner nicht, wäre ich recht einsam. Ich wünschte, ich könnte das einfach ausschalten, andererseits hat es mir auch schon oft den Arsch gerettet.

0014 – Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Wir haben Netflix und Amazon Prime und schauen Fernsehen nicht bewusst. Allerdings läuft hier oft das Fernsehen als Hintergrundberieselung, während ich am Computer arbeite. Da brauche ich dann ganz seichte Unterhaltung.

0015 – Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
Das ist ewig her. Müsste vor über 25 Jahren gewesen sein als ich mit der Schulklasse im Panorama-Park war. Freizeitparks sind allerdings auch nicht mein Ding. Ich leide unter Höhenangst und somit fallen viele Fahrgeschäfte flach.

0016 -Wie alt möchtest du gerne werden?
Das kann ich so nicht pauschalisieren. Was nützt es mir uralt zu werden, wenn ich nicht fit und gesund bin um es zu genießen? Es wäre ein Albtraum für mich, wenn ich meinen Liebsten oder der Gesellschaft zur Last fallen würde.

0017 – An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
Auch sehr lange her. Ich war mit meinem Vater in Rosolina Mare, Italien. Meine Mutter ist zu Hause geblieben um sich um unsere Tiere zu kümmern. Vielleicht hatte sie auch keinen Bock mit meinem Vater zu verreisen. Wer weiß… Auf jeden Fall war es schön, jeden Tag ans Meer zu gehen weil unser Ferienhaus ganz in der Nähe lag. Im Nachbarhaus wohnte eine andere Familie, deren Tochter in meinem Alter war. Mit ihr habe ich fleißig Donald Duck Comics getauscht. Ich würde gerne noch einmal nach Rosolina Mare, habe aber zeitgleich Angst, dass der Urlaub den ich als Kind dort verbracht habe, dadurch seine „Magie“ verliert. Geht mir nämlich oft bei Filmen, die ich als Kind geschaut habe, so.

0018 – Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
Ich denke, wie für jeden anderen auch: Vernichtend. Die schlimmste Phase ist, wenn man denkt, dass man sich nie mehr davon erholen wird und das Leben keinen Sinn mehr macht. Mit zunehmenden Alter verkürzen sich zum Glück diese Phasen. Zumindest ist es bei mir so.

0019 – Hättest du lieber einen anderen Namen?
Mittlerweile nicht mehr. Aber als Kind habe ich mich mit meinem Namen gestraft gefühlt. Eine Freundin aus der Grundschule hatte auch einen ungewöhnlichen – und meiner Meinung nach schön klingenden – Namen. Wir haben uns gegenseitig neue Namen (Blumen) gegeben: Rose und Jasmin.

0020 – Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Auch wenn ich auf andere eher taff wirke, zweifele ich doch oft an mir selber. Das liegt vor allem daran, dass ich mein Verhalten reflektiere und in Frage stelle. Andererseits bin ich mittlerweile soviel selbstbewusster als noch vor 15 Jahren.

 

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